Wie werde ich stark?

Wie werde ich stark?
Dies ist eine sehr wichtige Frage, die sich jeder Mensch in seinem Leben stellen sollte oder sich vielleicht auch schon mal gestellt hat. Da diese Frage so wichtig ist, ist die Antwort darauf und die Gedanken, die man sich macht, nicht so schnell zu finden und sehr umfangreich. Dennoch kann es jeder schaffen, sich diese Frage zu beantworten. Da wir hier und jetzt also in der Gegenwart stark sein wollen, ist es wichtig auf unsere Vergangenheit zu schauen. Denn sie hat uns zu dem gemacht, was wir heute sind. An das, was geschehen ist, können wir nicht mehr arbeiten. Was passiert ist, ist passiert! Aber wir können daran arbeiten, wie wir heute damit umgehen und was all die negativen Erfahrungen, die wir gemacht haben, heute mit uns machen!
Meine Lieblingscoachin Laura Malina Seiler hat in einem Satz beschrieben, wie wir uns das Leben oft schwer machen. In meiner langen Psychotherapie-Phase habe ich mir dies auch zu Herzen genommen :“Haben wir aufgrund der schmerzhaften Erfahrungen innerlich geschlussfolgert, dass unsere Welt schlecht geworden ist, beginnen wir nur noch durch diese Brille zu sehen, und hören auf, die kleinen Freuden und Begeisterungen des Lebens wahrzunehmen.“

Das ist der Grund dafür, warum wir an unserer Sicht auf unsere Vergangenheit arbeiten müssen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es so viel Energie kostet, an Vorwürfen oder Schuldzuweisungen festzuhalten! Diese Energie brauchen wir alle definitiv woanders. Dazu gehören die Themen „Vergeben“ und „Dankbarkeit“, auf die ich in den folgenden Artikeln genauer eingehen möchte. Daran zu arbeiten ist zwar schwer und jeder will sich davor drücken 😉 aber im Endeffekt ist es, wie ekelhafte Medizin trinken, wenn man krank ist. Hinterher geht es einem besser 🙂

Wenn ich heute auf schlimme Situationen zurückblicke, in denen ich Trauer, Verzweiflung oder Schmerz empfunden habe, schaue ich als 3. oder außenstehende Person darauf und die Emotionen kommen nicht mehr hoch. Durch die Verarbeitung vieler Situationen/Lebensabschnitte, habe ich wieder mehr Kraft bekommen.
Kommen durch gegenwärtige Vorfälle negative und anstrengende Emotionen, wie Nervosität, Enttäuschung, Ärger, Gestresstheit,… auf, lasse ich sie zunächst zu. Lasse sie aber nicht so lange anhalten, dass sie mein komplettes geistiges und somit auch körperliches Befinden beeinflussen. Wandel diese Emotionen in Energie um. Nimm sie an, aber werde stark durch sie, statt schwach.

Caro

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